KRIBIBI | Arbeitskreis kritischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare

Themen

Zahlen bitte!

KRIBIBI Frühjahrstagung vom 6.-8. Mai 2011

Bibliotheken - öffentliche wie wissenschaftliche - geraten in Zeiten der Ökonomisierung aller Lebensbereiche ebenso wie andere Bildungseinrichtungen zunehmend unter Druck, ihre Leistung anhand quantitativer Kennzahlen unter Beweis stellen zu müssen. So werden - von Trägerorganisationen, Behörden, Dachverbänden, aber auch privaten Institutionen - zahlreiche Kriterien und statistische Größen ersonnen, deren Messung sich Bibliotheken regelmäßig zu unterziehen haben, um ihre Existenzberechtigung als rentable und effiziente Dienstleistungsbetriebe nachzuweisen. Werden die vorgegebenen Bedingungen nicht erfüllt, drohen Budget- bzw. Förderungskürzungen, die im schlimmsten Fall sogar zur Schließung führen können. Das Seminar wird sich mit dieser Problematik auf verschiedenen Ebenen auseinandersetzen, wobei sowohl die dahinter stehende Ideologie analysiert als auch konkrete Auswirkungen beleuchtet werden sollen.

Theoretischer Hintergrund:

  • Ökonomisierung der Gesellschaft, des Menschen und des Lebens (Freitagabend)
  • Ökonomisierung der Bildung, Auswirkungen auf Bibliotheken (Samstagvormittag)

Aktuelle Beispiele aus der Praxis:

  • Büchereiförderung in Österreich und Südtirol (Samstagnachmittag)
  • das Qualitätssiegel des EB-Forums Oberösterreich für Öffentliche Büchereien

Buchvorstellung mit Jörn Klare: Was bin ich wert? Eine Preisermittlung

(Lesung und Diskussion)

Eine Niere bekommt man in Indien für 300 Euro, ein afrikanisches Adoptivkind "kostet" mit allen notwendigen Papieren 20000 Euro, eine Frau ist in Albanien unter Umständen schon für 800 Euro zu haben. Hieß es nicht immer: Der Mensch ist keine Ware? "Was bin ich wert?": Mit dieser Frage hat sich Jörn Klare auf eine sehr persönliche Recherchereise ins Reich der Menschenwertberechner gemacht. Sie führt ihn auf Ämter und ins Gefängnis, zu Politikern und Philosophen, zu Ärzten und Gesundheitsökonomen, aber auch zu seiner kleinen Tochter. Ganz am Ende steht eine konkrete Zahl, auf Euro und Cent genau. Und die Erkenntnis: Die Würde des Menschen ist antastbar - zumindest wenn es sich "lohnt"


Karsten Schuldt: Zählen, Standardisieren, Wettbewerb erzeugen. Wird die Bildung besser, wenn sie ökonomisiert wird?

(Referat und Diskussion)

Christian Dandl, Armin Gatterer, Gerald Leitner, Herlinde Lugstein: Modelle der Büchereiförderung

(Podiumsdiskussion)

Trotz des erfreulicherweise deutlich erhöhten Gesamtbudgets för die Büchereiförderung des BMUKK können die neu entwickelten Kriterien (die auch vom BVÖ übernommen wurden) leider von vielen, vor allem kleineren Büchereien nicht mehr erfüllt werden. Konzept und Auswirkungen der "Büchereiförderung neu" sowie bestehende und mögliche Alternativen (z.B. Büchereiförderungsmodelle der Bundesländer und Südtirols) werden vorgestellt und diskutiert.

Anschließend Diskussion

Ulrike Retschitzegger:Referat und Diskussion Evaluation, die weiterhilft - das Qualitätssiegel des EB-Forums Oberösterreich für Öffentliche Büchereien


Sind wir nicht alle ein bisschen SpongeBob?
Prekäre Arbeitsverhältnisse - nicht nur - in Bibliotheken
Status quo - Kritik - Perspektiven

KRIBIBI Herbsttagung vom 12.-14. November 2010

Materialen dazu sind nun online verfügbar:

Die in den letzten Jahren in vielen Bereichen gängig gewordene neoliberale Praxis, von unbefristeter Vollzeitbeschäftigung immer mehr abzugehen, macht auch vor den Bibliotheken nicht halt. Auch in unserem Bereich werden Teilzeitjobs, „freie Dienstverträge“, befristete und wenig abgesicherte Projekte zunehmend zum Normalfall.

Während ehrenamtliche Tätigkeiten - trotz aller damit verbundenen Probleme - prinzipiell freiwillig und in der Freizeit geleistet werden, handelt es sich hier um Erwerbsarbeit, die den Anspruch, ein „Einkommen zum Auskommen“ einzubringen, immer weniger erfüllt.

Das KRIBIBI-Herbstseminar wird sich mit Fragen der politischen, ökonomischen und sozialen Ursachen und Auswirkungen prekärer Arbeit beschäftigen sowie Strategien des Umgangs damit und mögliche Gegenentwürfe diskutieren. Besondere Schwerpunkte werden arbeits- und sozialrechtliche Aspekte, politische bzw. gewerkschaftliche (Selbst-)Organisierung sowie die Auswirkungen speziell im Bibliotheksbereich, auch anhand einer kritischen Reflexion der eigenen Situation, sein. Als ein möglicher Lösungsansatz soll das Konzept eines „Bedingungslosen Grundeinkommens“ thematisiert werden.

„Aus Spaß an der Freud“ — Ehrenamt zwischen Selbstausbeutung und Selbstverwirklichung?

KRIBIBI Früjahrstagung vom 7.-9. Mai 2010

Materialen dazu sind nun online verfügbar:

Im Bibliotheksbereich spielt ehrenamtliche Arbeit eine wesentliche Rolle - nicht nur was ihre quantitative Verbreitung sondern auch was ihre Verknüpfung mit Fragen von Geschlechterverhältnissen, kapitalistischer Arbeit und Neoliberalismus betrifft. Das Ehrenamt bewegt sich im Spannungsfeld von behaupteter Selbstverwirklichung jenseits von Lohnarbeit - durchaus nicht frei von Hierarchie und Weisungsgebundenheit - und (Selbst-)Ausbeutung, die nicht zuletzt eine öffentlichkeit aus der (finanziellen) Verantwortung nimmt, indem wichtige bildungspolitische und emanzipatorische Arbeit „freiwillig“, jedenfalls aber ohne Bezahlung, geleistet wird. Gerade im Kontext aktueller Debatten um „Selbstverantwortung“, „BürgerInnengesellschaft“ und andere neoliberale Schlagworte scheint also eine Auseinandersetzung mit dem Ehrenamt wichtig. Diese und ähnliche Fragen, sowie eigene (auch verschiedene) Umgänge, Zugänge und Betroffenheiten aber auch die Suche nach Veränderungen und Utopien im Anschluss an eine Analyse und Kritik aktueller Arbeitsverhältnisse, werden deshalb Thema des KRIBIBI-Frühjahrsseminars 2010 sein.

Da Ehrenamtlichkeit aber nur ein Aspekt ist, wird uns das überthema „Arbeitsverhältnisse“ auch im Herbstseminar dieses Jahres weiter beschäftigen. Dort werden wir uns dann spezifischer den Prekären Arbeitsverhältnissen widmen, die gerade auch in Form von immer neuen befristeten und wenig abgesicherten Projekten die Arbeitswelt verunsichern.

Bibliothek als kritischer Raum

KRIBIBI Herbsttagung vom 6.-8. November 2009

Materialen dazu sind nun online verfügbar:

Buch und Demokratie standen von jeher in enger wechselseitiger Beziehung. Heute findet der Zugang zu Bildung, Wissen und kritischer Auseinandersetzung mit der Gesellschaft über eine Vielfalt von Trägermedien statt. Bibliotheken sind als öffentliche Plätze und soziale Räume gefordert: Chancengleichheit bei der Informationsvermittlung, das Recht auf freie Meinungsäußerung, freie Forschung und politische und kulturelle Teilnahme an der Demokratie müssen durch bibliothekarische Arbeit unterstützt werden.

Aktuelle Transformationsprozesse im Informationswesen werfen die Frage der Verortung von Bibliotheken auf. Das 50.Seminar des Arbeitskreises kritischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare im Renner-Institut KRIBIBI möchte sich deshalb auch mit dem künftigen Standort kritischer Bibliotheksarbeit auseinandersetzen.

Angriff auf die historische Erinnerung

„Angriff auf die historische Erinnerung“ - 15. bis 17. Mai 2009

Ein Tagungsbericht von Heimo Gruber ist nun online verfügbar

Politische Strategien mit antidemokratischen, rechtsextremen, geschichtsrevisionistischen, rassistischen, antisemitischen und weltverschwörerischen Inhalten bedienen sich einer Vielfalt traditioneller und moderner Medien. Damit sind auch Bibliotheken als klassische Orte der Informationsvermittlung herausgefordert. Wie gehen Bibliothekarinnen und Bibliothekare mit jenen Tendenzen um, die unter dem Vorwand der „Meinungsfreiheit“ die Demokratie mißbrauchen?

Giftschrank oder Freihand?

„Giftschrank oder Freihand?“ - Über ‚Schmutz und Schund‘ in Bibliotheken - 7. bis 9. November 2008

Ein Tagungsbericht (PDF 660KB) von Heimo Gruber ist nun online verfügbar

Im bibliothekarischen Alltag bewegen wir uns immer an der Grenze zwischen Auswahl und Zensur, im Spannungsfeld von Bildungsanspruch und Entlehnzahlen. Die bibliothekarische (Be-)Wertung verschiedener Genres oder Medientypen und der literarische Anspruch verändern sich aber mit der Zeit: Thekenbibliotheken, in denen die BibliothekarInnen bestimmten, was den LeserInnen zumutbar sei, gehören der Vergangenheit an. Science Fiction-Literatur, Comics und Computerspiele galten lange Zeit als nicht sammelwürdig, sind heute aber aus dem Bestand vieler Bibliotheken nicht wegzudenken.

Der Umgang mit erotischer Literatur aus dem „Giftschrank“ wurde früher nur verheirateten, moralisch gefestigten Bibliothekaren fortgeschrittenen Alters zugemutet.

Interkulturelle Bibliotheksarbeit

„So viele Sprachen du sprichst, so oft bist du Mensch“ — Interkulturelle Bibliotheksarbeit, April 2008

Materialen dazu sind nun online verfügbar:

Kulturelle und sprachliche Vielfalt zählen im Zeitalter der Migration zur Realität der meisten Länder.

Bibliotheken werden als öffentliche Orte von Integration und klassische Vermittler verschrifteter Sprache dadurch mehrfach herausgefordert. Sind Bibliotheken darauf auch genügend vorbereitet?

Offene Biblothek

Offene Bibliotheken, November 2007

Materialen dazu sind nun online verfügbar:

Information, Wissen und Kultur werden durch die technische und ökonomische Entwicklung in steigendem Maß zu teuer gehandelten Waren. Im gleichzeitigen Bestreben, diese Leistungen als öffentliche Güter zu erhalten und durch freien Zugang und Zugriff allen zur Verfügung zu stellen, sehen sich auch Bibliotheken zunehmend als Schnittstellen gegensätzlicher Interessen verortet.

Die Bibliothek als öffentlicher und sozialer Platz verlangt nicht nur im Zuge der Digitalisierung nach einer Neudefinition als physischer und virtueller Ort, sondern mehr denn je nach einer Funktionsbestimmung und — sicherung durch Gesellschaft und Politik.

Aus Anlass seines 25jährigen Bestehens setzt der Arbeitskreis kritischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare im Renner-Institut KRIBIBI diese Zukunftsfragen auf die Tagesordnung des Herbstseminars 2007: In der Diskussion zwischen VertreterInnen verschiedener Bereiche des österreichischen Bibliotheks-, Archiv- und Dokumentationswesens und politisch Verantwortlichen sollen Impulse für künftige Entwicklungen und Aktivitäten gewonnen werden.

Digital Divide und Bibliotheken

Digital Divide und Bibliotheken, 4.-6.Mai 2007

Materialen dazu sind nun online verfügbar:

Die digitale Spaltung in der Wissens- und Informationsgesellschaft hat primär globale Konsequenzen und verbreitert die Kluft zwischen entwickelten Ländern und der Dritten Welt.

Daneben gibt es innerhalb der einzelnen Gesellschaften ungleiche Zugangsbedingungen zu Information, wobei Faktoren wie Einkommen, Bildung und Geschlecht eine Rolle spielen. Welche Funktion fällt dabei den Bibliotheken zu? Können diese Garanten für die Chancengleichheit bei digitalem Zugang zu Wissen und Kommunikation sein und zugleich angesichts der wachsenden Unübersichtlichkeit von elektronischer Information die Rolle verlässlicher Navigatorinnen übernehmen?

Bücher Frauen Bibliotheken

Bücher Frauen Bibliotheken, 2006

Materialen dazu sind nun online verfügbar:

Die Mehrheit der BibliothekarInnen sind Frauen. Frauen bilden auch die Mehrzahl der BenutzerInnen von Bibliotheken. Daher standen sie im Mittelpunkt unseres Herbstseminars.

Themen:

  • die Komponente Frau im Berufsalltag
  • Bibliothekarinnen auf der Flucht
  • Bibliothekarin als Hauptberuf, Nebenberuf, Ehrenamt
  • Bibliothekarinnen in anderen Ländern
  • Darstellung von Bibliothekarinnen in Literatur und Film

Lernort Bibliothek

Lernort Bibliothek, Mai 2006

Ein Tagungsbericht (PDF 564KB) von Heimo Gruber ist nun online verfügbar

Bibliotheken sind Bildungseinrichtungen. Die Vermittlung und Förderung der für das lebenslange Lernen wesentlichen Basisqualifikationen Informations- und Medienkompetenz muß zu einer zentralen Aufgabe der Bibliotheken werden, damit sie sich in Zusammenarbeit mit andereren Bildungsinstitutionen zu Lern- und Lehrzentren weiterentwickeln können.

Öffentliche und wissenschaftliche Bibliotheken in Österreich - Netzwerk als Ziel?

Netzwerk als Ziel?, November 2005

Materialen dazu sind nun online verfügbar:

Die Arbeit des öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliothekswesens in Österreich vollzieht sich größtenteils in jeweils getrennten Bereichen.

Das vielfältige Nebeneinander von Institutionen, Verbänden, Ausbildung, Katalogverbünden und wechselseitiger Wahrnehmung bleibt auch nicht ohne Auswirkungen auf die Perspektive der BenützerInnen. In einer Zeit, die raschen und direkten Zugang zu Informationen erfordert und ermöglicht, wird mangelnde Durchlässigkeit als Barriere empfunden.

Das Seminar im Herbst 2005 sollte VertreterInnen von öffentlichen und wissenschaftlichen Bibliotheken zusammenführen, um mögliche praktische Schritte einer Öffnungs- und Integrationspolitik zur Verbesserung der Benützungsmöglichkeiten, aber auch Strategien gemeinsamer Interessensvertretung auf den Gebieten der Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit zu diskutieren.

Politik und Bibliotheken

Politik und Bibliotheken, Mai 2005

Materialen dazu sind nun online verfügbar:

Im Mai 2005 veranstaltete der „Arbeitskreis Kritischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare“ dazu eine Tagung im Renner Institut

Durch die öffentliche Trägerschaft sind Bibliotheken in höherem Maß als andere Institutionen von politischen Rahmenbedingungen bestimmt. Bibliothekarische Interessensvertretung erfordert daher politisches Agieren – ein Grundsatz, der in Zeiten knapper werdender Mittel mehr denn je zum Tragen kommen muß.

Ebenso muß das Prinzip der Chancengleichheit beim öffentlichen Zugang zu Information als Bürgerrecht ein zentrales Anliegen jeder Bibliothekspolitik sein. Die Demokratisierung des freien Zugriffs auf Wissen stößt dabei auf Tendenzen einer zunehmenden Ökonomisierung von Information im Medienbereich.

Lobby für Bibliotheken

Lobby für Bibliotheken, November 2004

Materialen dazu sind nun online verfügbar:

Im November 2004 veranstaltete der „Arbeitskreis Kritischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare“ dazu eine Tagung im Renner Institut

Dabei sollten Rahmenbedingungen und Grundlagen von Lobbyarbeit geklärt, Modelle anderer Länder geprüft und realistische Schritte zu einer Praxis geprüft werden.

„kalt warm“

Bibliotheken zwischen spektakulären Eröffnungen und unbemerkten Schließungen, März 2004

Materialen dazu sind nun online verfügbar:

Früher oder später werden HistorikerInnen dem Phänomen des Bibliothekssterbens am Beginn des 21.Jahrhunderts nachgehen. Während weltweit architektonisch ansprechende Bibliotheksneubauten gebährende Beachtung finden, sehen sich gleichzeitig abseits öffentlicher Wahrnehmung wichtige Teile des Bibliothekswesens in ihrer Substanz gefährdet.

Im März 2004 veranstaltete der „Arbeitskreis Kritischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare“ und die Sozialwissenschaftliche Bibliothek der Arbeiterkammer Wien dazu eine Lesung mit anschliesender Podiumsdiskussion.

PISA Studie und Leseförderung

Pisa Studie und Leseförderung, November 2003

Materialen dazu sind nun online verfügbar:

Im November 2003 veranstaltete der „Arbeitskreis Kritischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare“ eine Tagung dazu im Renner Institut

Mit der im Rahmen der OECD konzipierten internationalen Schulleistungsstudie PISA soll festgestellt werden, wie gut Jugendliche am Ende ihrer Pflichtschulzeit für die Herausforderungen der Gesellschaft vorbereitet sind.

PISA wird alle drei Jahre durchgeführt und erfasst drei Bereiche:

  • mathematische Grundbildung,
  • Lesekompetenz
  • und naturwissenschaftliche Grundbildung.

In jedem Dreijahreszyklus bildet einer dieser drei Bereiche den Hauptschwerpunkt der Datenerhebung. Bei der ersten PISA-Datenerhebung im Jahr 2000 stand der Bereich der Lesekompetenz im Mittelpunkt, auf den über zwei Drittel der Testaufgaben entfielen.

Internetlinks

  • PISA Austria - Offizielle Österreichische Homepage
  • PISA - Offizelle OECD Homepage

Leseanimation

Internationale Projekte

Artikel und Dokumente - Leseanimation

GATS und Bibliotheken

Gats und Bibliotheken, März 2003

Ein Tagungsbericht (PDF 636KB) von Heimo Gruber ist nun online verfügbar

Das GATS (General Agreement on Trade in Services) ist das seit 2000 im Rahmen der Welthandelsorganisation WTO verhandelte Allgemeine Abkommen über den Handel mit Dienstleistungen.

Artikel

Dabei geht es auch um die globale Ausweitung des freien Marktes auf das Gebiet öffentlicher Dienstleistungen. Davon sind ebenso Kultur, Bildung und Medien betroffen.

Während bisher mit Ausnahme der USA, Japan und Island alle Industriestaaten den Sektor der Bibliotheken, Archive und Museen von den GATS-Richtlinien einer grenzberschreitenden Liberalisierung ausgenommen haben, hat Österreich als einziges (!) EU-Land den Bereich privat finanzierter Bibliotheken den GATS-Bestimmungen unterworfen. Im März 2003 veranstaltete der „Arbeitskreis Kritischer Bibliothekarinnen und Bibliothekare“ eine Tagung dazu im Renner Institut. Der Tagungsbericht steht online zur Verfügung.

Internet Links

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